Wildnisfiscfang unter Elchen und Baren im Bieberland

Wildnisfischfang unter Elchen und Bären im Bieberland
schreibt Harry Salmgren
Kapitän der schwedishen Nationalmannshaft im Angeln mit künstlichen Fliegen

English Version

"Ein Biberkopf bewegte sich lautlos stromabwärts auf der Wasseroberfläche, wo die Nebelschleier, die von einer schon unter dem Horizont verschwindnen Sonne schwach rotgefärbt waren, sanft ihren natürlichen Tanz auf dem Wasser begonnen hatten", schreibt Harry Salmgren, der Kapitän der schwedishen Nationalmannshaft im Angeln mit künstlichen Fliegen, über sein Wildnisfishfang im Fishschutzgebiet Lapland-Lycksele.

Es ist wirklich ein besonderes Gefühl, sich angelnd durch einen Strom zu bewegen, wo sich in der nächste Beigung ganz plötzlich ein trinkender Elch, ein Biber bei seiner Hütte oder sogar ein Luchs offenbaren kann. Ich hatte gehört, dass auch der Bär im Gebiet wieder häuftiger vorkommt. Aber darüber machte ich mir nich besonderes viel Gedanken. Er verchwindet im allgemeinen immer, bevor ihn neugierige Besucher entdecken. Nur die Losung, wie Kuhfladen, könntn deren Besuch in der Nachbarschaft verraten

-Bachforellenfan im Bieberland-

Mein Angelführer erzählt, dass in Fluss Paubäcken, zu dem wir auf kurvenreichen Kieswegen gefahren waren, reichlich Bachforelle und Äsche vorkommen. Aber das besondere dieser Gegend waren trotzdem die Umgebungen mit den tiefen Wäldern und vieln Biberfellen. Und richtig, die spitzen, abgegnagten Baumstümpfe entlang des Flusses vereichten, dass die Tiere hier gewesen waren.

\Mit einem fieberhaften Eifer brachten ich die Angelgeräte in Ordnung, und ein E-12er, der einen Nachtfalter auf der Wasseroberfläche imitiert, war die von mir ausgewählte Fliege. Einige schnelle Luftwürfe, und die WF-Schnur streckte sich schnell auf dem Wasser aus. Ein gewaltiges Geplätscher in der Nähe am Ufer liess mein Herz einen Purzelbaum schlagen.

Oh - nur ein Biber, den der Angelführer erschreckt hatte, als er Zweige und Reisig für unser Lagerfeuer einsammelte, auf dem er nun die Kaffekanne bis lang in die helle Sommernacht warm halten würde. -Scmatz! Ein lautes Schmatzen unterbrach meine Überlegungen über den Biber, und die Fliegenschnur streckte sich. Der E-12er war weg. Ein kräftige Wune gab darüber Auskunft, dass ein Fish dagewesen war, aber die Schnur war sclapp und der Fish war verschwunden. Typisch für mich, immer unkonzentriert so am Anfang einer Angeltour, wenn alle Eindrücke gleichzeitig auf Aufmerksamkeit pochen. Alle diese neuen Geräusche und Bewegungen der Wildnis waren genauso lockend wie der Fish. Aber ich wusste, dass der Fish siegen würde.

-...während die Nacht herniedersinkt-

Es hatte anfangen, dunkel zu werden, und das Feuer, das der Angelführer angemacht hatte, verbreitete um den Lagerplatz und bis ein Stück hinauf zum Wald einen gemütlichen Schein.

Ich hatte noch einmal die Fliege ausgelegt, als plötzlich eine grosse Bachforelle aus dem Wasser hochhüpfte, die Schnur spannte sich im pulsierenden Ruck, und rollte von der Rolle. Der Angelführer, der das Geräuch der Rolle hörte, kam frohgelaunt, um mich zu retten. Die Bachforelle versuchte wild, sich vom Haken zu befreien, aber musste nach einem langen Kampf aufgeben. Es war ein hübscher Fish, der 2,5 kg wog.

Der Angelführer legte mehr Reisig und Zweige auf das Feuer, und es flammte erneut auf. Die Kaffeekanne wurde hergeholt, und bald vermischte sich ein wunderbares Aroma vom Kaffee mit den Düften des Waldes und des Heidekrautes.

Ein Biberkopf bewegte sig lautlos stromabwärts auf der Wasseroberfläche, wo die Nebelschlieier, die von einer schon under dem Horizont verschwindenen Sonne schwach rotgefärbt waren, sanft ihren natürlichen Tanz auf dem Wasser begonnen hatten.

Mein Traumangeln war fast Wirklichkeit geworden!